Hilfreiche Botschaften für Kinder suchtkranker Eltern
Wie alle Kinder hast du Stärken und Fähigkeiten, die Dir helfen, wenn du verletzt worden bist.
Wenn Du über Sorgen oder Ängste sprichst, die mit Deiner Familie zu tun haben. Ist das O.K.. Du bist deswegen nicht gemein zu Deiner Mama oder Deinem Papa.
Auch wenn Du Dir Sorgen wegen Deiner Eltern machst, ist es in Ordnung zu spielen und Sachen mitzumachen, die Dir Spaß machen.
Wenn Du mit suchtkranken Eltern zusammen lebst, mag es verwirrend sein, Liebe und Hass gleichzeitig zu fühlen. Aber das ist normal. Jeder hat manchmal verwirrende Gefühl, und andere Kinder von suchtkranken Eltern empfinden gegenüber ihren Eltern genau die gleichen Gefühle.
Suche Dir eine sichere Person, die Du anrufen kannst oder zu der du hingehen kannst, wenn es zu Hause Schwierigkeiten gibt.
Fahre nie mit dem Auto mit, wenn der Fahrer etwas getrunken hat. Das ist nicht sicher.
Weil ein Elternteil von Dir ein Suchtproblem hat, heißt das längst nicht, dass Du eines Tages auch eins haben wirst. Viele Kinder von Suchtkranken werden selber süchtig. Viele entscheiden sich, nicht zu trinken, weil das der sicherste Schutz ist. Andere entscheiden sich, abzuwarten, bis sie erwachsen sind und dann herauszufinden, ob es für sie sicher ist, Alkohol zu trinken.
Du hast keine Kontrolle über das Suchtproblem Deiner Eltern. Du hast es nicht verursacht, und Du kannst es nicht stoppen.
(aus: "Kindern von Suchtkranken Halt geben", Broschüre des Bundesverbandes der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe und der Betriebskrankenkassen, 2005)
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