Fallbeispiel
Felix ist sieben Jahre alt. Er besucht die erste Klasse in der Grundschule.
Seine Eltern sind beide drogenabhängig und substituieren mit Methadon. Die Eltern haben sich getrennt und leben beide in einer neuen Partnerschaft.
Felix kommt mit dem neuen Partner seiner Mutter prima zurecht. Sein Vater ist an regelmäßigen Kontakten zu seinem Sohn nicht interessiert.
Obwohl die Beziehungsverhältnisse hier anscheinend geklärt sind, kommt es zwischen den Eltern weiter zu Auseinandersetzungen.
Die Situation gipfelt in einem Zusammentreffen der Männer an der Wohnung von Felix, wo sein Vater den Freund niederschlägt und lebensgefährlich verletzt. Felix ist dabei. Gemeinsam mit seiner Mutter bangt er um das Leben des Freundes, der ohnmächtig mit einer schweren Kopfverletzung am Boden liegt.
Der Vater gibt dem Freund der Mutter die Schuld für die Auseinandersetzung und bedroht die Familie. Felix hat mittlerweile selbst große Angst vor seinem Vater, insbesondere vor dem, was dieser seiner Mutter androht, bzw. antun könnte.
Seiner Mutter gelingt es, über einen entsprechenden Antrag bei Gericht, dass Felix Vater sich der Familie nicht mehr nähern darf. Das alleinige Sorgerecht ist beantragt.
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